Musik und Kultur
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für die Gesamtregion Eifel

 

               Stimmen der Eifel  -  bekannter und prominenter Persönlichkeiten 

                                  aus der Gesamtregion Eifel

      mal laut und mal leise, kritisch und liebevoll und nachdenklich in einem Gedicht


  

Wolfgang Niedecken

Mit Gedanken über die Jugend und persönliche musikalische Entwicklung in der

Eifel. So berichtet er über seine Verbindung mit Karl-Heinz,; wie es zu dem Song kam und wer Karl-Heinz ist:

 

Karl Heinz 

 

„Meine komplette Jugend, die 1960er Jahre, habe ich im Voreifelstädtchen Rheinbach in einem katholischen Konvikt verbracht. Es waren prägende Jahre, vor allem weil sich das Selbstbewusstsein der Beatles, der Stones, der Kings und anderer britischer Bands nicht im großstädtischen Köln, sondern unter eher beschaulichen Umständen auf mich übertrug. Mit meinen Schülerbands bespielte ich damals hauptsächlich die Dorfsäle zwischen Meckenheim, Euskirchen und Bad Münstereifel. Irgendwie hatte ich damals schon das Gefühl, mich im „Wilden Westen“ der BRD rumzutreiben.

Unmengen selbsterlebter Geschichten aus mittlerweile fünf Jahrzehnten bestätigen mir diese gewagte These.

 Der auf diesem Album enthaltene Song „Karl-Heinz“ ist eindeutig eine Chuck Berry-Hommage. Ich habe einfach seine „Johnny B.Goode“-Story auf die Eifel übertragen und den Protagonisten „Karl-Heinz“ getauft. Manchmal kommt es mir vor, als ob jeder zweite Kerl meiner Generation Karl-Heinz hieße. In unserem Song handelt es sich eindeutig um Karl-Heinz Pütz, der in Stadtkyll geboren wurde. Ohne ihn wären wir weder zu unserem Eifel-Häuschen gekommen, noch hätte irgendeins der Arsch-Huh-Konzerte gegen Rechts seit 1992 stattgefunden. Er hat zwar nie in einer Band gespielt, stattdessen aber so manche Band auf den Weg gebracht.

Karl-Heinz Pütz war definitiv der Rock’n’Roll in Person. Wir Kölner verdanken diesem bauernschlauen Überzeugungstäter, der viel zu früh von uns gegangen ist, so einiges.“

 

Wolfgang Niedecken macht sich ebenfalls seine Gedanken in einem Song über

 

Nürburgring

 

„Als ich vor über zwanzig Jahren den Bob Dylan-Song „Highway61“ für mein zweites Soloalbum (Leopardenfell) übersetzte und dafür einen adäquaten deutschen Schauplatz brauchte, an dem der ganze Wahnsinn dann nun stattfinden sollte, lag es nahe, diesen in der Eifel anzusiedeln. Schließlich führt die Autobahn 61 von der holländischen Grenze quer durch die Eifel bis in den Hunsrück und weiter.

Aber irgendwie klang der Songtitel „Autobahn 61“ dann doch eher uninspiriert. Ich musste weitersuchen. Schließlich fiel’s mir wie Schuppen von den Augen, denn wo in der Eifel findet mehr Spektakel statt, als auf dem Nürburgring?

Vom Autorennen über Trucker-Treffen bis zum „Rock am Ring“, wo wir dann tatsächlich ca. zwei Jahre später mit Bob Dylan aufgetreten sind. Jetzt, wo ich das schreibe, frag ich mich, ob er „Highway 61“ gespielt hat. Ich habe jedenfalls nicht darauf geachtet bzw. vergessen welche Songs der Meister damals dargeboten hat. Ich kann mich nur noch an den aufbrausenden Jubel erinnern, als Dylan „Knockin`on Heavens Door“ anstimmte, den einzigen Song den das Publikum kannte, weil es ihn für eine Guns`n Roses-Nummer hielt.

Aber das ist ja eigentlich eine andere Geschichte.“

 

 

Achim Weinzen 

Singer- und Songwriter

wohnhaft in Trier macht sich seine Gedanken über Menschen und Landschaft wie folgt :


„Ich liebe die Eifel, weil die Menschen und die Landschaft gleichsam, kühl, herb und klassisch charaktervoll und doch so voller Herzlichkeit sind, dass es einen packt und nicht mehr loslässt.“

 „Die Eifel ist in vielerlei Hinsicht ein ambivalenter Landstrich im nördlichen Rheinland-Pfalz, der sich gleichsam polarisierend hinsichtlich Landschaft, Kultur und besonderer Mentalität einer Bekanntschaft und Popularität erfreut, die den Beheimateten in einem Wechselband von Stolz und zurücklehnender Gelassenheit wiegt…

… toller Satz… aber an Kompaktheit und sinnhafter Punktlandung kaum zu überbieten. Wer nun dort das Licht der Welt erblickt, seine Kindheit und Jugend dort hinter sich gebracht und sich mit den einmaligen Besonderheiten arrangiert und möglicherweise angefreundet hat, dem fällt es auch nach mannigfachen Ausflügen in mehr oder weniger entfernte Gebiete leicht, die ursprüngliche, ehrliche und leicht geheimnisvolle, nicht unwesentlich vom direkten frankophonen Nachbarland beeinflusste Ambiente in den Stand des Außergewöhnlichen zu erheben.

Die persönliche prägenden Eindrücke führen mitunter zu diversen, teils avantgardistischen zu bezeichnenden Experimenten, in diesem Fall musikalischer Natur, die erst auf den zweiten Blick die Vielfalt der oben genannten Einflüsse und deren unnachahmliche Melange erkennen lassen…

Man könnte auch sagen, nicht nur in infrastrukturreichen Gebieten wird abwechslungsreiche, bezaubernde Musik mit Ohrwurm-Charakter… wir können das auch…“

  

 

 Andy Houscheid 

Singer-Songwriter

aus der belgischen Eifel beschreibt seine Gefühle zur Eifel kurz und knapp:

  

Heimat ist der Ort in dem man lebt und nicht darüber nachdenkt.

 So ist es mit mir und der Eifel. Einfach…. klar…“

 

 

 Sylvia Nels - Künstlerin

liebt die Eifel wie keinen anderen Fleck dieser Erde, spricht im alltäglichen Eifler-Platt und ist die Stimme der Eifel


 „Meine  Eifel ist für mich der lebenswerteste und liebenswerteste Platz auf der Welt!“


 „Dem Eifler wird immer nachgesagt, er wäre wortkarg und könnte keine Gefühle zeigen.

 Das spiegelt seine Sprache tatsächlich wider. Im Eifeler Platt gibt es nur wenige Vokabeln,          

 die  Gefühle beschreiben. Ausdrücke für Wut und Ärger gibt es immens viele, aber

 Vokabeln, um eine feinfühlig anmutige Liebeserklärung zu machen, sind dünn

 gesät und daher tut sich der Eifeler damit sehr schwer. Aber wer ihn kennt, weiß, dass er

 nicht durch Worte, sondern Taten glänzt.

 Wer genau hinschaut, sieht Liebe und Leidenschaft in allem, was er tut.“


 

 Heavens a Beer - Band

sind die musikalische Stimme der Eifel

 

Bei Dir will ich für immer sain

ich föhlen die Jeborjenheit

jemacht aus heissen Vulkanjestein

in schlicht Vollkommenheit“                                   Aus „Zefridde“ vom Album

                                                                                 „Tour de Äfel“

 

„Däin Aure strahlend dunkel

sin die Maare wunderschöne Funkel

die Vulkane formten einst dat Land

ich föhl‘ mich hey zehaus“                                       Bandzitat

 

 

Eifeljungs - Band

 

 „Es hat uns Spaß gemacht, die Gedanken und das Empfinden für unsere Region in ein

  Lied zu packen. Hier leben wir, hier lieben wir, hier arbeiten wir. Unsere Kinder werden 

 groß mit so viel Grün und wenig Grau, das ist unbezahlbar!“


 

 

 Wibbelstetz - Band

 

 „Wir fünf Wibbelstetz-Musiker stehen mit beiden Beinen fest auf unserer Eifler Erde.

 Wir haben in den letzten 30 Jahren versucht, die liebenswerten Eigenarten der Menschen

 in diesem rauen rheinischen Mittelgebirge wiederzugeben und dem Eifler an und für sich

 eine Stimme zu geben.“ 


 

Nico Mono 

Singer- und Songwriter

ein junger talentierter Künstler aus Trier gibt der Eifel seine Stimme

 

„Von Bad Münstereifel bis Trier war ich zuhause: Die Eifel ist kein flacher, nicht zu

erkundender Ort, sie ist tiefsinnig und emotional, mit lebendigen Jahreszeiten – so habe

ich auch ihre Menschen erfahren. Vom Spielplatz Natur als Kind bis zum Naherholungs-

gebiet vor der Haustür heute. Die Eifel schenkt Energie!“


 


Herr Müller und sein Chauffeur - Band

die Überraschungsband mit Wurzeln aus der Eifel wissen genau wo sie sich wieder erden können, 

 

 „Die Eifel ist für uns dieser Blick in die fast grenzenlose Ferne, der das Gefühl der Freiheit

 Sorglosigkeit und Heimatverbundenheit ausdrückt. Der Kontrast zwischen der Ruhe

 dieser natürlichen Weite und dem stetigen Puls der großen Städte gibt uns die

 Abwechslung, nach der wir suchen.“


 

Maf Räderscheidt - Künstlerin

liebt die Eifel und sorgt sich um den schönen Landstrich


„Mein Gefühl für die Eifel ist so voll Liebe, dass die tiefe Sorge um all ihre Kostbarkeiten

die von allen Seiten bedroht werden, sich anfühlt wie ein bohrender Zahnschmerz.“


 

 

Dieter Nussbaum - Künstler

ein Eifler Jung, der mit seinen Kindern Eifler Platt spricht, steht zu seiner Heimat

 

 „ Zuhause bin ich heute dort, wo meine Familie ist. Wenn ich allerdings über Heimat

 nachdenke, spreche und vor allem fühle ich die Eifel. Dort bin ich geboren und

 aufgewachsen, dort bin ich verwurzelt.

 Das Bodenständige und die Zuverlässigkeit der Menschen und die wunderschöne,

 unverwechselbare Landschaft machen die Eifel für mich so liebenswert."

 

 

Norbert Scheuer, 

der mehrfach prämierte Schriftsteller, gebürtig aus Prüm, drückt seine Gefühle zur Eifel in einem Gedicht aus, punktgenau wie es seinesgleichen sucht:

 Etwas fehlt immer

    das Dorf in dem wir wohnen

                               liegt auf einem Hügel

    es gibt hohes Gras

                     Ginster der im Frühsommer blüht

    meine Eltern wohnten hier

                                   auch die Eltern meiner Eltern

    ich dachte immer

                dass es woanders mehr gibt

    wenn ich zu den Sternen sah

                                       wusste ich nie

                                       ob ich fortgehen oder bleiben sollte

    es dauerte

                 bis ich dies alles liebte.   


 

 Mario Reis - Künstler

 

"Das schönste an der Eifel ist, neben den vielen Flüssen und Bächen, die durch die

Landschaft fließen, dass meine Freundin nun auch hier lebt."

 

 

Walter Wilde - Künstler

geboren in Kasachstan und nach Daun in die Eifel gesiedelt, liebt an der Vulkaneifel die Urigkeit, 

die Ruhe, die Tiefe und selbst das Wetter.

 

   „Die Eifel übt auf mich eine magische Anziehungskraft aus.“

 

 

Conrad Franz - Künstler

gehört zu den besten und bekanntesten Tiermalern Deutschlands, auch er gibt der Eifel eine Stimme:

 

 „Seit 34 Jahren lebe und arbeite ich in der Eifel und bin hier in dieser einmaligen und 

 abwechslungsreichen Landschaft glücklich. Es ist meine Heimat geworden und ich mag die

 Menschen, die hier leben, ohne sie wäre es bestimmt nicht einfach für einen Fremden hier

 Fuß zu fassen, sie sind eigenwillig offen und ehrlich, das schätze ich. Das kommt sicher

 Auch durch die einzigartige Landschaft, es wechselt zwischen Hochebene, Mooren

 (z. Bsp. das Hohe Venn), vulkanische Schluchten mit den Maaren, und dann wieder die

 Weiche Hügellandschaft mit teilweise sehr tiefen Tälern und fantastischen Wäldern

 Wohin man schaut.“



Karl von Monschau  - Künstler

eine Wiege stand im Spitälchen auf der Burg Monschau.

Seine Liebe zur „Hauptstadt“ der Nord-Eifel ist in den Jahrzehnten gewachsen und er gibt der Eifel seine Stimme:


 „Die Eifel ist eben auch ein Lebensgefühl und nicht nur ein Naherholungsgebiet.“

 

 

 

Landrat Heinz-Peter Thiel, Landkreis Vulkaneifel:


„Die Eifel ist für mich eine der faszinierendsten Regionen im Herzen Europas. Sie liegt als ´bunter, vielseitiger Garten´ zwischen pulsierenden Städten Köln, Koblenz, Trier und Aachen. Sie bietet unerschöpfliche Natur- und Ruheerlebnisse mit Vulkanen, Flusstälern, Maaren, Wäldern, Kultur- und Freizeitangeboten sowie stets gesunder Luft.  Ich schätze besonders die Kombination aus lebenswerter Umgebung mit herausragender KITA- u. durchlässiger Bildungsangeboten sowie zukunftsweisenden Arbeitsmöglichkeiten, die es für Familien attraktiv macht, hier ´Wurzeln zu schlagen´. 

Als ´richtiger Eifeler´ bin ich besonders dem ehrlichen und geradlinigen Charakter der Menschen verbunden, die anpacken und – wenns gilt - füreinander da sind. Und als Landrat des Landkreises Vulkaneifel habe ich große Freude daran, diese liebenswerte ländliche Region mit den Eifelern gemeinsam zukunftsfähig gestalten zu dürfen. 

Wir. Leben. Eifel.“             

 

 

Peter Sußner

Künstler der Kunstfabrik Arte Scienza in Monschau

 

"Der eifelfranke aus der arte scienza kunstfabrik.
Fachwerkhäuser kopfsteinplaster sture Menschen Heimatgefühl frankenland kopfsteinplaster Fachwerkhäuser Sturz Menschen. Berg  Tal Schnee Einsamkeit  rückzugsraum Tourismus fremde Sprachen nix verstehen trotzdem schön. Alles nah und dennoch fern Belgien Luxemburg. Inspiration Quelle Wasser Fluß, Skulpturen Bilder, der Geschichtenerzähler eifelfranke angekommen."

 

 


Sven Nieder, Fotograph – Eifelbildverlag in Daun

Kurz und bündig:

 

"Der Duft des Waldes im Herbst."

 

 

Hubert vom Venn 

Schriftsteller – Kabarettist

 

»Doch als Kabarettist hat Hubert vom Venn sein Scherflein dazu beigetragen, dass die Eifel heute eher eine modische Geisteshaltung als eine geografische Bezeichnung ist. «
                                            (Werner Breuer in "Aachener Nachrichten")

 

  

Joachim Schröder - Schriftsteller

 

"Die Eifel gilt für mich als Nahwelt, die verständlich und durchschaubar ist, als Rahmen, in dem sich Verhaltenserwartungen entwickeln, in dem sinnvolles, abschätzbares Handeln möglich ist. Die Eifel ist geistiges und emotionales Erleben - also das Gegenteil von Entfremdung. Das Wort "Eifel" hat etwas Heimeliges, Kuscheliges. Ich erfahre jeden Tag ein wunderbares Konzert des Erlebens, an dem alle Sinne beteiligt sind. Eine großartige Sinfonie!"

 

 


Landrat Dr. Joachim Streit

 

"Eifel ist Land meiner Vorfahren, in dem auch ich aufgewachsen bin.

Eifel ist meine Heimat, mein Gefühl, meine Sprache. Ich brauche kein

Grundstück um sie zu besitzen. Sie ist mein Anfang

und hier wird sich auch einmal mein Kreis schließen."


  

Dirk Neuß 

Chefredakteur MON TV

 

"Obwohl ich gebürtiger Nord-Eifeler bin, so habe ich doch lange Zeit gar nicht richtig gespürt, was das besondere der Eifel ist.

Es fing eigentlich damit an, als ich gemeinsam mit einem Orgelfachmann aus Speicher eine Reihe von CDs produzierte, in denen die wichtigsten Orgeln der gesamten Eifelregion bis hin zum Hunsrück portraitiert wurden.

Während mehrerer Jahre trafen wir uns immer wieder zu Aufnahmen in Kirchen und an Orten der Eifel, deren Name ich bis dahin noch nicht mal gehört hatte.

Und mit jedem neuen Termin wuchs meine Begeisterung für unseren gemeinsamen Landstrich.

Ich bin fasziniert von der rauhen Ursprünglichkeit der Natur mit ihren immer wieder überraschenden Einblicken und ich liebe die vielen Geschichten der Eifel, die ihre Bewohner selbst geschrieben haben: ein ganz besonderer Menschenschlag, manchmal zurückhaltend unnahbar, dann wieder herausposaunend direkt, fest in seiner Heimat verwurzelt, aber auch gerne die Welt entdeckend. Und häufig auch: Unbezwingbar in seiner Meinung.

Und schließlich: die Eifel ist eine einzigartig magische Region, deren wahre Kraft gerade erst langsam entdeckt wird. 

Deshalb finde ich auch die verwaltungstechnische Trennung bedauerlich - wenn´s nach mir ginge, dann sollte die Eifel - wie zu Rheinprovinz-Zeiten - wieder vereint werden."



Achim Gaasterland 

Gaasterland-Verlag & Eifel-Verlag

 

"Ja, die Eifel, ein wunderbarer Kosmos, vielfältig in ihren schönen Landschaften, im Schnittpunkt verschiedener Kulturkreise historisch und kulturell spannend, braucht es wohl Jahre, bis man alles entdeckt hat. Und die Menschen hier, manchmal vielleicht schon etwas eigenbrötlerisch, aber zumeist wohlwollend und entspannt, wer Entschleunigung sucht, ist hier richtig. Die Eifel bietet echte Lebensqualität."

 

 

Vladi Nowakowski  

Journalist und Künstler

 

"Meine kleine Familie war 1994, als wir von Köln nach Aremberg zogen, vier Personen stark. Meine Frau, zwei Kinder und ich. Ziemlich bald - und das lag wohl an der guten Eifel-Luft kam zu Milan und Hannah unser drittes Kind (Dan) dazu. Wir haben es nie bereut, aufs Land zu ziehen. Ich kannte die Eifel bereits als Heranwachsender sehr gut, weil meine Eltern vorwiegend hier mit uns Urlaub machten. Fand ich klasse - in den 1970ern war das für mich der "Wilde Westen". Meine Frau stammt aus der Schweiz, und für sie kann es deshalb nicht hügelig genug sein - auch wenn sie selbstverständlich über die Höhe der Eifelberge nur schmunzeln kann. Wir fühlen uns hier wohl, zählen seit Jahren viele nette Menschen zu unserem Freundeskreis, und unsere Kinder sind inzwischen allesamt dank der guten Ausbildung an den Prümer Schulen auf einem guten Weg in eine eigene Zukunft. Ich glaube, in einer Großstadt wäre unser Leben weit weniger reibungslos verlaufen."

 

"Und man glaubt ja gar nicht, wen man hier so alles kennen lernt: Künstler, Spinner, abgefahrene Landwirte und Menschen, die für jede bekloppte Idee ein offenes Ohr haben. Ich glaube, dass ein kreatives und soziales Miteinander in unserer Region denkbar einfach zu gestalten ist. Und wenn eine Sache klappt, freuen sich alle gemeinsam."

 

 


Eddi Meier - Fotograf

 

"Von den vielen Vorzügen der Eifel ist mir ihre Vielfalt die Liebste. Das beschränkt sich beileibe nicht nur auf die unterschiedlichen Landschaften. Schon immer war die Eifel von vielerlei Grenzen durchzogen - seien es die zwischen Keltenstämmen, römischen Provinzen, Dialekten, Bistümern, Bundesländern, Alaaf und Helau oder gar die zwischen Pils und Kölsch. Das alles macht die Eifel interessant, liebenswert und einzigartig. Und ganz gleich wie die Ministerpräsidentin heißt und ob wir statt Kartoffeln "Schrompere" oder "Ärpel" essen - draußen sind wir Eifeler und stolz darauf."



 

 

Manfred Reuter

in der Eifel geboren, Journalist und Autor und lebt heute in Aurich

"Es war mein Beruf als Journalist, der mich von der Eifel an die Nordsee verschlagen hat. Und fürwahr: zwei Landstriche, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, die es aber beide in sich haben und in denen es sich zu leben lohnt; und zwar nicht nur als Zeitungsmann, sondern auch als Schriftsteller 

Und na klar, wie schnell wird bei einem solchen Thema der Begriff Heimat strapaziert. Am besten, man bleibt ehrlich und lässt an der Stelle ein paar Gefühle sprechen. Also: Heimat ist für mich dort, wo ich aufgewachsen bin: bei Vater und Mutter, Schwester und Bruder, mit der Schule und den Freunden, beim Bauen vom Baumhäuschen im nahen Wald, beim Büffeln der Lateinvokabeln in der heimischen Küche und so weiter. Und das alles in Prüm und damit mitten in der Eifel. Ich bin dankbar dafür, mit meiner Familie nun an der Nordsee glücklich zu sein gleichzeitig aber auch dafür, ebenso schöne wie prägende und wuchtige Jahre in der Eifel verbracht zu haben."



 

Martina Unterharnscheidt - Künstlerin

In Köln geboren, aufgewachsen und immer wieder Eifel.


"Eifel ist Erinnerungen …. Natur, Wandern, Campen, unbeschwerte Kindheit/Jugend.

Eifel ist erste Autofahrt von Köln nach Mayen. Im strömenden Regen.

Eifel bedeutet ausatmen … einatmen.

Eifel bedeutet Leben.

Eifel ist Wohlfühlen und Glück. 

Jetzt zurückgekommen.

Für immer."


 

  

Andreas Gabbert 

Journalist und Fotograf

 

„Die Eifel ist ein Netz, das einen immer wieder auffängt, in dem man sich aber

auch verfangen kann.

Die Eifel lässt einen nicht mehr los.“ 

 

 


Daniel Raab - Fotograf

 

"Warst nur eine Wegstrecke auf meiner Reise, hast mich empfangen, gabst mir ein Dach.
Bist manchmal laut und oftmals auch leise, lässt mich hier schlafen und hälst mich doch wach.

Mal bist du ein Sturm und lässt alles erbeben, mal bist du ganz sanft und bringst mich zur Ruh.
Mit Familie und Freunden darf ich Dich erleben; Danke Eifel dafür, das alles bist Du.

Ich mag deine Bäche, die Flüsse, die Seen, spaziere über Wiesen und laufe durch den Wald.
Das Venn, meine Liebe, lässt sein Gras im Wind wehen, ich habe entschieden, hier werde ich alt."

 

 

 

Bert van Londen - Eifel aktuell

Journalist und Fotograf

 

HOHES VENN

In der Unendlichkeit

des Moores

seine eigene Mitte finden.

Den Zauber

der Einzigartigkeit zulassen.

Dankbare Freude,

für den luftigen Tanz

seltener Schmetterlinge und Libellen.

Kindliches Staunen

in jedem Augenblick.

Ungläubiges Augenwischen,

wenn Salamander und Ringelnatter

huschen, gleiten.

Unvergesslich

das Konzert urzeitlicher Insekten.

Blütenmeere,

längst verloren geglaubter Pflanzen.

Und dann die Stille,

Weite.

 

 

„Die Eifel in ihrer kargen Weite, hat die Eigenart scheinbare Kleinigkeiten und fast Übersehbares so in den Vordergrund zu stellen, dass man sie einfach entdecken muss.“

 

„Mich interessiert neben der Gesamterscheinung des Venns auch besonders das Zusammenspiel von Erde und Wasser sowie der Blick in dem dazugehörenden, unterschiedlichen Mikrokosmos.“

 

 

 

Achim Konejung

Kabarettist und Schriftsteller

 

"Ich habe die Eifel von beiden Seiten, von der Börde von vorne, von der Mosel von hinten. Oder umgekehrt. Und wenn ich von der einen zur anderen Seite fahre, auch noch von der Mitte, quasi vom Vulkan ausgesehen. Wenn mir der eine Blick zu langweilig wird, fahr ich zum anderen und ich genieße den Lückenschluss und Autobahnansätze, die im Nichts verschwinden und leer sind wie zu Schlaghosenzeiten. Hinter der Romantik lauert bitterer Ernst, die Eifel stirbt, die Kneipen schließen, die Häuser verfallen. Für jeden planierten Bauernhof werden zehn Windräder gepflanzt und die Maismonokulturen sorgen für Insektenfreie Windschutzscheiben. Im Wald fahren Harvester, auf den Felder wird Gülle verklappt, und ich träume im Diesel von der Unberührtheit der Natur."

 

 

 

Hubertus Foester

Herausgeber Magazin VulkanEifel - Heimat hautnah

 

„1971 per Zufall in die Vulkaneifel gekommen und seitdem viele Wochenenden im spontan gemieteten „Eifelhaus“ verbracht. Und nun seit fünf Jahren mit erstem Wohnsitz in Leudersdorf zu Hause. 45 Jahre Entwicklung der Eifel konnte ich hautnah verfolgen. Und es hat sich in dieser Zeit viel getan in meiner neuen Heimat. Da macht es als Journalist und Verleger Spaß und Sinn mit „VulkanEifel-Heimat hautnah“ für diese besondere Region einzutreten und zu werben. Dabei gilt es, die Vielfalt der Eifel zu zeigen. Hier kann man eben nicht nur Urlaub machen, hier kann man in tollen Unternehmen arbeiten, preiswert wohnen und leben. Echte Nachbarschaft und intaktes Dorfleben gibt es gratis dazu, wenn man sich entsprechend einbringt. Daher gilt es, alles zu unternehmen, die Vulkaneifel zukunftsfähig zu machen, damit auch kommende Generationen hier gerne ihr zuhause finden.“  

 

 

 

Marco Rose

Journalist und Fotograf

 

"Die Eifel – sie war für mich schon immer ein Gefühl. Der Inbegriff für Natur, Freiheit und Wildnis! Schon als Kind habe ich mit meinen Eltern fast jedes Wochenende in den Wäldern und Mooren des deutsch-belgischen Naturparks verbracht, bin mit Gummistiefeln durch das Venn gestapft, habe den Vogelstimmen im scheinbar unergründlichen Wald gelauscht oder kleine Staudämme im Eschbach gebaut. An dieser Verbundenheit hat sich in allen Jahren nie etwas geändert. Mehr noch: Es ist Liebe daraus geworden – und das nicht nur zur Natur. Deshalb lebe ich nach 40 Jahren nun tatsächlich in der Eifel. Endlich."

 

 

 

Ruth Breuer 

Inhaberin Historische Senfmühle in Monschau

Mein Eifelgefühl

"Was bedeutet die Eifel für mich? Die Eifel ist meine Heimat – das fasst eigentlich schon alles zusammen.

Unser wunderschönes Fachwerkstädtchen Monschau mit seiner spannenden Industriegeschichte, die umliegenden Dörfer, jedes mit seinen Eigenarten, besonders beeindruckend die hohen Buchenhecken, das Hohe Venn mit seiner herrlichen Natur und nicht zuletzt die Ruhe, die man dort finden kann, liebe ich einfach.

In Monschau und Umgebung kann man aber auch sehr viel unternehmen. Ich genieße die Natur, bin aber auch kunst- und kulturbegeistert und gehe leidenschaftlich gerne in Museen. So gibt es wunderschöne Spazier-und Wanderwege, die um Monschau führen oder ins Hohen Venn  mit ganz besonderen Ausblicken, den sogenannten „Eifel-Blicken“. Herbei hat jede Jahreszeit ihre Besonderheit, im Frühjahr, wenn das frische Grün kommt; der Sommer mit seiner Blumenpracht; der Herbst – Indian Summer in der Eifel und im Winter, in dem das Weiß so wunderbar leuchtet. Für mich ist aber die schönste Zeit, wenn es kalt ist, aber die Sonne scheint. Und wenn die Sonne sich bei Bodennebel langsam durchkämpft. Und wenn der Schnee glitzert und und und … 

Kulturbegeisterte finden eine größere Auswahl an breit gefächerten Museen und Ausstellungen über Wald- und Tiermuseum, Cafferösterei, Rotes Haus mit der Tuchmachergeschichte Monschaus und das KUK mit seinen wechselnden Fotoausstellungen mit Künstlern von internationalen Rang und Namen sowie die Kunstfabrik Arte Scienza von Peter Sußner, um nur einige Beispiele zu nennen. Es gibt eine Reihe frei schaffender Künstler, die immer wieder mal Ihr Atelier für Interessierte öffnen. Musikfans kommen beim Monschau Festival auf Ihre Kosten, hier bin ich jedes Jahr auf mehreren Konzerten bei dem tollen Ambiente auf der Burg. Für die Klassikfans gibt es die wunderbare Reihe Montjoie Musicale mit herausragenden Musikern.

Aber auch die Süd- und Westeifel mit den Maaren ist wunderschön – ich habe tatsächlich schon mehrfach „um die Ecke“ Urlaub gemacht. Auch dort wird es mit der großen Auswahl an tollen Museen nicht langweilig wie z.B. die verschiedenen beeindruckenden Vulkanmuseen, das Museum zum Nürburgring oder auch das Museum der Bitburger."

 

 


Bernd Thraenhardt - Journalist

"Mir hat die Eifel mein Leben gerettet"


             


Mit Gedanken über die Jugend und persönliche musikalische Entwicklung in der

Eifel. So berichtet er über seine Verbindung mit Karl-Heinz,; wie es zu dem Song kam und wer Karl-Heinz ist: